Meine Sitzpositionsoptimierung bei ‘Ausdauerzone’ Berlin

Eine Sitzpositionsoptimierung, oder das sogenannte ‘Bike Fitting‘, ist allen Radsportlern und Triathleten anzuraten, die während ihres Radtrainings Probleme beobachten. Das können körperliche Beschwerden sein, aber auch beispielsweise das Gefühl, dass man nicht ausreichend Kraft auf die Pedale bringt. Aber es empfiehlt sich auch für alle, die einfach das Beste aus seinem Gefährt herausholen möchten. 

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Von klein auf habe ich bereits auf zahlreichen Rädern gesessen. Bis vor einigen Jahren nur aus Spaß und mit Körbchen. Gern auch barfuß. Aber erst jetzt habe ich das erste Mal das Gefühl, dass ich sehr gut positioniert wurde.

Alle Bilder könnt ihr zur Vergrößerung anklicken.

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Viele Radsportler kennen es – verspannter Nacken und Schultern, eingeschlafene Füße oder sogar Beine, die anfangen sich zu verkrampfen, kribbelnde Hände, schmerzender Rücken und Knie. Das können alles Indizien dafür sein, dass mit der Sitzposition auf dem Renner etwas nicht stimmt. Fehlbelastungen von Gelenken und Muskeln sind die Folge, die man mit einer ganz individuellen Anpassung der Sitzposition an den Fahrer und sein Rad beheben kann.

Bei der Sitzpositionsoptimierung wird eine genaue Analyse der Sitzposition des Radsportlers, aber auch von Mensch und Material vorgenommen, um das Rad anschließend ganz individuell der Ergonomie des Sportlers anzupassen. Aus den vielen kleinen Details, die sich aus der Analyse ergeben und die daraus resultierenden Einstellungen ergibt sich für den Fahrer und seinen Renner eine optimierte Position.

Ziel ist es, Fehlbelastungen zu beseitigen und den Bewegungsablauf zu korrigieren. Im Idealfall ist der Körper nach einer Sitzpositionsoptimierung geringeren Belastungen, vor allem im Schulterbereich und unteren Rücken, ausgesetzt. Außerdem sollten Gelenke, Sehnen und Bänder weniger beansprucht werden. Das kann sich positiv auf das Fahr- und Sitzgefühl auswirken. So kann die Effizienz der Kraftübertragung erhöht und die Leistung besser ausgeschöpft werden.

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Nachdem ich mit meinem neuen Zeitfahrrad einige Trainingsstunden auf den heimischen Landstraßen unterwegs war und auch zahlreiche Kilometer auf der Rolle zurücklegte, machten sich deutliche Anzeichen von Überlastungen bemerkbar. Vor allem im Schulterbereich fühlte ich mich in Aerohaltung schnell erschöpft. Mir kam auch der Schwerpunkt meines Oberkörpers etwas zu weit vorn vor, so dass sich das Gefühl einschlich, ich hätte den Flitzer beim Steuern nicht unter Kontrolle.

Beginnt man selbst daran umherzuschrauben, hat das eine Kettenreaktion zur Folge. Verändert man hier etwas, muss man auch an anderen Stellen etwas verändern. Bevor ich nun aber das gesamte Rad und die Einstellungen durcheinander bringe, besuchte ich Jörg Bauer, von dem Berliner Sportgeschäft Ausdauerzone. Es ist nicht nur ein Fachhandel für Sportzubehör, sondern das Team ist auch spezialisiert auf Trainingsplanung- und -durchführung, Bewegungsanalyse bei Lauf- und Radsportlern und führt auch entsprechende Sitzpositionsoptimierungen durch.

ANALYSE VON MENSCH & MASCHINE

In einem Vorgespräch sprachen Jörg und ich zunächst darüber, wie ich trainiere, welche Umfänge mein Trainingsplan vorgibt, was beim Radsport gut und weniger gut läuft und welche Ziele ich für diese Saison verfolge. Jörg analysiert mein Training, die Umfänge und meinen aktuellen Trainingszustand, der ebenfalls wie meine Beweglichkeit eine wichtige Rolle für die Sitzposition spielt. Also hieß es eine ganze Weile nicht aufs Fahrrad aufsitzen.

Wir versuchten gemeinsam meine Probleme beim Radfahren ausmachen und ich sollte diese beschreiben. Das war gar nicht so einfach, denn eigentlich läuft ja alles ganz gut. Nur hier und da ein Zipperlein und vielleicht Unwohlsein. Mit detaillierten Fragen und Übungen wurden aber schnell alle Details klar.

Jörg schaute sich meinen Körperbau und meine individuellen körperlichen Voraussetzungen an, führte eine orthopädische Prüfung durch und ermittelte meine Beweglichkeit des Oberkörpers und der Beine.

Als erstes ist meine Körperstatik dran gewesen. Jörg hat mit einer kleinen Platte auf dem Boden meinen Fußdruck gemessen und ich ahnte Schlimmes, wenngleich ein großer Anteil meines Trainings Stabilisation und Balance ausmacht. Aber so schlecht sah es gar nicht aus. Meine Druckverteilung weicht nur wenig vom Ideal ab. Bei der Fußvermessung stellte er rechts einen leichten Hohlfuß fest. Links scheint alles ganz normal. Ganz wie mein Orthopäde immer meinte.

Meine Körperhaltung ist aufgrund eines kürzeren Beins einen Tick zu einer Seite geneigt. Ich sinke leicht nach rechts ab, was sich aber nur am rechten Schulterblatt zeigt. Ansonsten ist meine Muskulatur gleichmäßig ausgeprägt und ich habe weder ‘X- noch O-Beine’.

Schockierend aber, dass meine Fußbeweglichkeit bei der Dehnung der Achillessehne eingeschränkt ist. Trotz Yoga. Trotz all der Dehnübungen!

Hin und wieder hatte ich schon häufiger Probleme mit der Achillessehne. Warum das so ist, fanden wir bei der Inspektion der Radschuhe eine halbe Stunde später heraus.

Mit einigen Funktionstests prüfte Jörg anschließend verschiedene Bewegungsabläufe und meine Körperstabilität. Also wenn ich da nicht die volle Punktzahl erreichen sollte, hätte ich nicht weiter gewusst. Meine Stabilität im Sprunggelenk links und rechts ist gut, aber Jörg konnte leichte Koordinationsdefizite beim Einbeinstand rechts nachweisen. Ich verordne mir direkt mehr Einbeinsprünge beim Treppentraining und mehr Balanceübungen mit dem rechten Bein. Ich kam mir ein wenig vor wie bei der Aufnahmeprüfung in der Schule… Bei der tiefen Hocke hebte zu alledem auch noch meine Ferse ab. Die Oberschenkelrückseite muss ich also zukünftig gezielter beim Yoga dehnen!

Dafür kam dann MEIN Moment: nach vorn beugen. Handflächen auf dem Boden können nur maximale Punktzahl bedeuten. Heißt aber auch wiederum, dass ich mit einer hohen Überhöhung fahren kann.

Insgesamt aber beste Voraussetzungen, um sich einer idealen Aeroposition annähern zu können.

Zudem versuchte Jörg muskulären Problemen auf die Schliche zu kommen. Nicht selten plagen mich Muskelschmerzen oberhalb des Knies. Ich dachte immer, dass es mit der Kraft meiner Oberschenkelmuskulatur insgesamt nicht zum Besten steht.

Als ich mein neues Rad im ‘triathlon.de’ Geschäft abholte, wurde meine Sitzposition natürlich nach Lehrbuch eingestellt. Anhand meiner vorher akribisch genau analysierten Körperdaten und individuellen Bedürfnisse, hat das Team dort alle Winkel und Abstände genauestens angepasst. Dort wurde auch festgestellt, dass scheinbar falsch eingestellte Cleats bzw. meine zu große Rotation der Knie das Problem der Muskelschmerzen sein könnten. Insbesondere das linke Bein bewegt sich nicht auf einer Achse um die Kurbel. Vereinfacht ausgedrückt, schlenkere ich mit dem Knie während der Umdrehung von links nach rechts. Die Cleats, also die kleinen Schuhplatten des Klick-Pedalsystems, wurden so weit zur Innenseite der Laufsohle verrückt, bis sich ein geschmeidiger runder Tritt ergeben hatte. Das sorgte bereits für richtige Begeisterung meinerseits bei den letzten Ausfahrten und so auch für ein viel angenehmeres Training.

Meine Arm- und Beinlängen wurden dann noch genauestens vermessen, dazu die Schrittlänge, die relevant für die Rahmengröße und Sattelhöhe ist, notiert.

Anschließend wurden die Laufräder abgenommen und der Rahmen auf ein Ergometer gespannt. Ich möchte immer aufsitzen, aber auch hier hieß es erst einmal abwarten. Denn dann war ganz allein mein Zeitfahrrad dran. Ich habe das Gefühl, das jedes einzelne Teil mit dem Lineal vermessen wird. Von vorn nach hinten, von oben nach unten schaute sich Jörg mein Rad an und schrieb alles im Detail auf: die Maße des Rahmens, Vorbaus und Oberrohrs, die Rahmenhöhe, Kurbellänge, Sattel- und Aerolenkerposition.

VorbaulängeOberrohr und Rahmenhöhe passen sehr gut zu meinem Körperbau. Ich muss nicht zu gekrümmt oder gestreckt sitzen.

Die Kurbellänge ist auch richtig gewählt für meinen Körperbau. Bei einer zu langen könnte ich Knieprobleme bekommen. Bei einer zu kurzen könnte ich die Kraft nicht richtig übertragen.

Die optimale Sitzhöhe wird ebenfalls bestimmt, damit ich nicht zu niedrig sitze, was ebenfalls eine Überlastung der Knie forcieren könnte. Sitze ich zu hoch, wären Probleme im Bereich der Lendenwirbelsäule möglich.

Die Position des Sattels ist nicht minder wichtig. Im Gegensatz zu meinem Rennrad ist der nämlich sehr viel weiter vorne, wodurch sich nicht nur die Position meines Oberkörper nach vorn hin verschiebt, sondern auch meine Beinstellung und die Kraftübertragung ändert.

Als ich das Gefühl habe, nun müsste es doch aber wohl geschafft sein, kommt ein ziemlich wichtiger Schritt. Radschuhe anziehen. Aber auch dann durfte ich immer noch nicht rauf aufs Rad.

INSPEKTION DER RADSCHUHE

Natürlich müssen auch die Radschuhe und das Tretverhalten genauer unter die Lupe genommen werden. Durch die Knierotation, die bereits vorher wie oben erwähnt, erkannt wurde, folgten meine Beine einem einigermaßen runden und ausgeglichenen Tritt. Die Überlastungserscheinungen am inneren Oberschenkel oberhalb beider Knie waren nahezu verschwunden.

Dennoch verschenkte ich viel zu viel Kraft, weil sich die Cleats nicht weit genug vorn befanden. Deshalb neigte sich mein Fuß seit Jahren zu weit nach vorn, wodurch die Ferse permanent zu weit oben war. Vermutlich dadurch verursacht, kam es hin und wieder zu Problemen im Achillessehnen- und Wadenbereich. Jörg hat die Cleats entsprechend neu positioniert und gab mir bei dieser Bastelei noch einige Tipps.

Meine orthopädischen Einlegesohlen, die ich aus Gründen der Bequemlichkeit eingelegt habe und damit meine leichte Dysbalance, verurscht durch ein geringfügig kürzeres Bein, ausgeglichen wird, könne ich ruhig weglassen. Denn wie oben erwähnt, brauchen meine Füße keine Stütze. Aber ich mag es, also bleibe ich gern dabei. Vor allem bei langen Touren und auch bei häufigem Berganfahren, zahlen sie sich für mich aus.

Um maximalen Druck auf die Pedale bringen zu können, empfiehlt mir Jörg ein anderes Klicksystem als meine SPD Pedale. Durch die kleine Auflagefläche geht scheinbar zu viel Kraft verloren. Für mich ist es momentan aber ein guter Kompromiss, um nicht barfuß aufs Rad springen zu müssen und ja – ich gebe es zu – mit einigermaßen sauberen Füßen die meist sehr wilden Untergründe der Wechselzone meiner Landschaftstriathlons verlassen zu können.

ANPASSUNG DES RADES

Mit der Anpassung des Rades begann endlich der eigentliche Teil, auf den wir hingearbeitet hatten. Rauf aufs Rad. Jörg schaute sich erst einmal ganz gelassen meinen derzeitigen Bewegungsablauf aus allen möglichen Perspektiven an. Ich wechselte zwischen Aeroposition und aufrechter Haltung hin und her. Er variierte die Wattzahlen, um meine Bewegungsabläufe auch in verschiedenen Leistungsbereichen beurteilen zu können.

Für ihn zunächst der Gesamteindruck wichtig. Alles schon sehr gut. Kein Wunder, denn beim Kauf des Rades wurde es wie oben erwähnt natürlich schon einmal genau auf mich eingestellt. Da ich aber bis dahin noch nie lange genug mit einem Zeitfahrrad trainiert hatte, wusste ich nicht genau, was mir wichtig sein könnte. Der Unterschied zu einem Rennrad mit Aerolenker war schon gravierend genug, als dass ich hätte sagen können, hier und da hakt es. Es wurde auch im Triathlongeschäft solange gefeilt, bis ich mich wohlgefühlt habe. Zwischen einem Rollentraining über eine halbe Stunde und der Trainingsrealität liegen aber gern mal Welten. So schlich sich vor allem in meinem Oberkörper das Gefühl ein, als würde ich permanent auf dem Aerolenker ‘Plank Position’ halten müssen. Außerdem schien es, als hätte ich den Flitzer nur halb unter Kontrolle, weil mein Schwerpunkt so weit vorn war. Entweder es waren deutlich mehr Liegestütze und noch mehr Stabi-Training notwendig, oder es musste sich etwas an der Platzierung meiner Arm-Pads des Aerolenkers ändern. Verschiebt man diese, muss die Position von anderen Teilen am Rad ebenfalls verändert werden. Der gesamte Körper musste etwas versetzt werden, damit ich nicht zu gekrümmt und letztlich gestaucht sitze.

Natürlich legt Jörg sehr viel Wert auf meine Aeroposition, damit ich sowohl im Training wie auch Wettkampf möglichst spät ermüde. Je überhöhter man sitzt, also je weiter der Sattel den Lenker überhöht, desto stromlinienförmiger erscheint der Körper.

Um so länger die Distanzen, so erfuhr ich, desto bequemer könne man die Einstellung auch wählen. Wolle ich aber an einem Zeitfahren, einem Triathlon Sprint oder einer olympischen Distanz teilnehmen, könne ich den Sattel auch einen Tick weiter vor schieben, um noch etwas sportlicher zu sitzen. So eine sehr dynamische Zeitfahrposition würde zwar bessere aerodynamische Werte erzielen, aber führt auf längeren Strecken zu Ermüdungserscheinungen.

So möchten wir eine möglichst aerodynamische Sitzposition meinem Zeitfahrrad entsprechend erarbeiten, aber zugleich meine körperlichen Voraussetzungen und Ziele miteinbeziehen. Nicht ich sollte passend zum Rad formatiert werden, sondern das Rad sollte an mich angepasst werden.

Jörg stellt die Winkel von Oberkörper und Oberschenkel, von Ober- und Unterarm in verschiedenen Positionen und gleiches für die Ober- und Unterschenkel sowie den Füßen ein.

Natürlich kann man so auch das passende Equipment für sein Rad finden, denn Jörg auch gleich entsprechende Empfehlungen. In meinem Fall war aber kein anderer Aerolenker, kein neuer Vorbei, andere Kurbel oder dergleichen notwendig. Mit zahlreichen Handgriffen gelingt es Jörg die Last aus meinen Schultern zu nehmen und mir ein angenehmes Fahrgefühl zu bereiten.

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MENSCH & MASCHINE IM EINKLANG

Schritt für Schritt fand so eine Anpassung statt, um sich einer für mich optimierten Position anzunähern.

Denn es hilft mir absolut nichts, wenn ich in der perfekten Sitzposition nach Lehrbuch unter Schmerzen das Ziel erreichen würde oder es gar nicht bis dahin schaffe. Deshalb sollte die Sitzpositionsoptimierung nicht auf Kosten des Komforts gehen und im Einklang mit meinen körperlichen Voraussetzungen geschehen.

So bin ich nach zahlreichen Trainingskilometern und meinem ersten Wettkampf sehr zufrieden mit meiner derzeitigen Sitzposition. Die Überlastungserscheinungen im Kniebereich, die schmerzenden Füße und die Ermüdungserscheinungen in den Oberarmen, Schultern und Waden konnten so beseitigt werden.

Ich kann jedem zu einer derartige Sitzpositionsanalyse und -anpassung nur raten. So werden lange Radausfahrten zur wahren Freude und man kann jede einzelne Umdrehung mit der Kurbel genießen.

Bestimmt gibt es auch in eurer Nähe einen Experten, der euer Rad auf euch einstellt. Jörg Bauer findet ihr in dem Geschäft Ausdauerzone, in der Uhlandstraße 45 (10719 Berlin). Aktuelle Neuigkeiten teilt das Team auf der Facebookseite und es steht auch dort für Fragen rund um eine verbesserte Sitzposition zur Verfügung.

Ich kann euch das Geschäft auch wärmsten in Sachen Laufausrüstung und Leistungsdiagnostik empfehlen. In den Geschäftsräumen findet ihr nicht nur ein passendes Laufoutfit für jede Saison sondern auch eine große Auswahl an Schuhen, technischem Zubehör und Sportlernahrung.

 

Habt ihr Probleme bei euren Trainingsausfahrten oder habt ihr vielleicht sogar euer Rad bereits auf euch anpassen lassen? Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr eure Erfahrungen mit mir teilt. 

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38 Responses to “Meine Sitzpositionsoptimierung bei ‘Ausdauerzone’ Berlin”

  1. Was man alles so mit dem Rad anstellen kann … und anscheinend auch sollte! Toller Bericht! :)

    • Vielen lieben Dank. Ja, in der Tat. Da bleibt nichts unvermessen. Mit meinem Renner hatte ich das nie wirklich für nötig gehalten, aber das Triathlonrad sollte es dann schon richtig gut eingestellt sein.

  2. schöner bericht, wenn ich mal ein triathlonrahmen besitze, werde ich das auch machen

    • Danke schön. Kann ich dir auch wirklich nur ans Herz legen. Mein Rennrad habe ich da immer etwas stiefmütterlich behandelt. Das Fahren ist so schon etwas anderes.

  3. Wow, das ist ja eine ganz neue Wissenschaft. Mir war ja klar das einfach aufsteigen und losradeln auf die Dauer ungesund und nicht unbedingt bequem sein kann, aber dass es dann doch soooo komplex ist… Unerwartet ;)

    Und du warst wirklich ein süßes Kind!

    • Ganz vielen lieben Dank, Markus! Immer schon in Aktion gewesen. Das mit dem Barfußfahren habe ich dann aber noch einmal überdacht.

      Ja, das ist schon sehr interessant, welche Details dabei eine Rolle spielen. Leider bekommt ja nicht selten erst mit, dass es etwas nicht so richtig rund läuft, wenn es schon Probleme gibt. Wenn das Rad dann richtig auf dich eingestellt ist, kann es wirklich bequem sein.

  4. Also am besten gefällt mir ja das Foto von 1984 :-) Ich wusste zwar, dass man das Rad professionell einstellen lassen kann – aber dass dabei so viele unterschiedliche Dinge vermessen und berücksichtigt werden müssen, hätte ich nicht gedacht. Vielen Dank für diesen aufschlussreichen Bericht!
    Liebe Grüsse
    Ariana

    • Lieben Dank, Ariana. Ja, das ist auch eins meiner Lieblingsbilder!

      Ich war auch überrascht, wie umfangreich das alles ist. Jetzt weiß man auch, dass die Problembehebung nicht einfach ist und dass man nicht selten sehr ins Detail gehen muss, um eine Lösung zu finden.

  5. Hallo Din. Wie Christian möchte ich erst etwas Geld für die Einstellung in die Hand nehmen wenn das richtige Rad vorhanden ist. Bei einer Mitteldistanz in diesem Jahr wird das schon gehen. Und nach 117km am Sonntag hatte ich wenig zu bemängeln. Wobei ich nicht viel in Aeroposition gefahren bin. Trotz Allem hast du hier einen sehr informativen Bericht gezaubert. Der Jörg hat einen schönen Laden und bekommt sicher bald Besuch von mir!
    Gruß Olli
    http://www.flitz-piepen.de

    • Ja, das ist absolut nachvollziehbar. Mit meinem Rennrad bin ich auch nicht so detailliert vorgegangen. Selbst als ich den Aeroaufsatz hatte, habe ich es privat einstellen lassen und es fuhr sich nicht schlecht.

      Lieben Dank. Ja, schau doch mal bei Jörg vorbei. Wie neulich erwähnt bekommt man dort auch die Ultra Sports Sachen.

  6. Das scheint ja echt eine Wissenschaft für sich zu sein … Ich weiß schon warum ich kein Triathlet oder Nur-Radfahrer werde :-) Und ich stimme Ariana zu – auch mir gefällt das Bild aus Deinen Kindheitstagen am besten :-)

    • Absolut, Manu. Da staunt man nicht schlecht. Aber es macht so viel Spaß als Triathlet unterwegs zu sein, aber Laufen ist deutlich einfacher.

      Ganz lieben Dank!

  7. Top Bericht ! Du könntest ja schon ein Buch schreiben :-) Ich dachte, laufen ist schon kompliziert …

    • Vielen lieben Dank! Das freut mich sehr.

      Beim Laufen kann man auch viel falsch machen. Wenn das mit dem Rad aber erst einmal erledigt ist, dass hat man ja auch lange Spaß damit.

  8. Das ist schon genial wenn man die Möglickeit hat sich von einem Fachmann perfekt einstellen zu lassen.

    Ich finde aber das die Position auf Bild 2 eindeutig am windschnittigsten aussieht! :-)
    Die solltest du einfach übernehmen……..

  9. Danke für den interessanten Beitrag – wirklich der Wahnsinn was man bei so einem Bike-Fitting alles anstellen kann.
    Da kriege ich ja beinahe ein schlechtes Gewissen, hab mein Rad immerhin selbst eingestellt und nach kurzen Knieproblemen und nachjustieren bin ich auch zufrieden.
    Allerdings geht es mir auch nicht ums letzte Watt und wenn man – wie Du – auch wettkampfmässig fährt, lohnt es sich bestimmt.

    Wenn ich aber doch noch mal Probleme mit der Sitzposition bekomme, gehe ich ganz sicher auch zum “Profi”, denn diese Unsicherheit etwas falsch gemacht zu haben bleibt.

    • Vielen lieben Dank für dein Kommentar, Daniel. Ich denke, das ist auch der richtige Weg. Wenn du jetzt schon gut sitzt, passt es ja erst einmal für dich. Ich bin auch über Jahre so mit meinem Rennrad sehr gut gefahren, aber da auch die Strecken nicht so weit und das Training so intensiv.

  10. Ich überlege mir, so ein Bike-Fitting durchführen zu lassen, da ich seit geraumer Zeit unter massiven Nacken-/Schulterverspannungen leide, wenn ich länger mit dem Renner unterwegs bin. Der Fachhändler, wo ich vor ca. 1,5 Jahren dieses Rennrad kaufte, hat zwar Dinge wie Schrittlänge und Armlänge usw. vermessen, eine entsprechende Rahmenhöhe gewählt und Sattelhöhe usw. lehrbuchmässig eingestellt, aber dennoch habe ich das Gefühl, dass ich nicht wirklich “richtig” auf dem Rad sitze.

    Jetzt gilt es einen Bike Fitter in Österreich zu finden, der empfehlenswert ist.

    • Hallo Andrea,

      über die Jahren kann sich der Körper und Anspruch ja auch verändern. Wenn du jetzt Probleme hast, würde ich da auch drüber schauen lassen. Viel Erfolg und berichte vielleicht danach auch mal, wie es war und ob die Beschwerden verschwunden sind.

  11. Wow, was für ein cooler Bericht.

    Während alle Augen auf das zugegeben sehr niedliche Baby-Din gerichtet sind… bist Du das an der Wand im Store? :) Ich dachte gerade, vielleicht erwähnst Du’s im Post, nur ich bin nur zu müde um es zu finden :D

    • Ganz lieben Dank. Unfassbar, wie jung ich da war und schon mit dem Rad über quer über die Höfe gesaust. Das sind auch so einige meine ersten Erinnerungen. Mein blaues Fahrrad werde ich hier vergessen.

      Zugegeben, ich dachte auch ein wenig, dass ich es auf dem Bild sein könnte, aber nein. Das ist nur ein Werbebanner von Brooks. Leider habe ich es dort nicht drauf geschafft.

      • Hatte Brooks nicht die bloggenden Sportler mal abgebildet? *kopfkratz* Ich hätt wetten können dass das Du bist! :)

        Meine Rad-Memoiren sind verschwommen. Ich weiß, ich hatte als Minimini so mit vier oder fünf ein knallrotes Dreirad mit weißen Griffen bekommen, damit durfte ich aber nicht auf die Straße und bin damit also (wie mir schien) wie der geölte Blitz durch die Wohnung gepest :D

      • Ja, witzig nicht wahr.

        Na das kann ich mir vorstellen.
        Hatte ich ein eigentlich ein Dreirad? Mhm,…

        Ich erinnere mich nur, wie mein blauer Flitzer verkauft wurde, als auch meine kleine Schwester rausgewachsen war. Bei mir folgte recht schnell ein grünes Rad. Das war so groß, dass Holzklötzer an die Pedalen gebaut werden mussten, damit ich hinlange.

      • Ha, und ich war sehr schnell sehr groß für mein Alter :D Man musste aufpassen, dass ich das Steuer nicht mit den Knien erwischte!

      • Oh! Das hätte ich gern gesehen…

      • Da wett ich drauf. Es hatte sich stets negativ auf das Lenkverhalten des Fahrrads und dafür positiv auf das Slapstick-hungrige Punlikum ausgewirkt.

      • puBlikum. ausgerechnet jetzt pennt autocorrect. typisch!

  12. Als ich letztes Jahr meine Leistungsdiagnostik auf dem Laufband machte, konnte ich das Prozedere beobachten. Wirklich wichtig, denn was nützt das beste Material wenn die Position nicht stimmt. Auf alle Fälle lohnend

    • Eine Leistungsdiagnostik steht auch noch einmal auf meinem Plan. Meine ist fast ein Jahrzehnt her und seit dem hat sich eine Menge getan. Vielleicht peile ich das in der kommenden Saison an.

      Ich gebe dir da absolut recht. Bei meinem neuen Material wollte ich auch auf Nummer sicher gehen.

  13. Vielen Dank für den sehr ausführlichen Bericht. Ich habe mein Bike-Fitting am nächsten Montag und bin schon sehr gespannt, zumal ich mich jetzt in der Aeroposition recht wohl fühle. Aber ich denke für die Langdistanz gibt es noch genug Optimierungspotential. LG Frank

    • Hallo Frank,

      es ist immer wichtig, dass du dich wohl fühlst. Wenn sich aber gerade auf den ganz langen Strecken Probleme einstellen oder du das Gefühl hast, dass du zu wenig Kraft auf die Pedale bringst, würde ich es dir auf jeden Fall empfehlen.

      Viel Erfolg bei der Vorbereitung zu deiner LD.

  14. Sehr interessanter Bericht! Ich bin kein Triathlet, sondern fahre nur Rennrad und ab und an sitze ich auf dem Zeitfahrer. Bezüglich Sitzposition ist bei vielen Zeitfahren das Reglement strenger, als beim Tria – Sattelposition, Länge Extensions werden da meist komplett ausgereizt. Sitzhöhe und Überhöhung habe ich mal nach Gefühl über die Jahre eingestellt. Vielleicht lasse ich mich auch ähnlich wie Du hinsichtlich des Materials vermessen… Interessant fand ich, dass ich jeweils erst im Wettkampf unter langer Fahrt im roten Bereich (das schaff’ ich im Training nicht) erst die letzten Details feststellte…

    Falls Du Deine Daten nennen möchtest – mich würde Schrittlänge, Sitzhöhe und Kurbellänge interessieren, auch wie viele cm die Sattelspitze hinter der Senkrechten durch das Tretlager positioniert ist. Is’ aber ok, wenn Du das für Dich behalten möchtest!

    Bezüglich Problemen bei Achillessehne und Waden und den Cleats dazu – lese ich das richtig? Cleats mehr zur Schuhspitze, damit die Probleme geringer werden?

    • Ganz vielen lieben Dank!

      Wir haben uns bei der Analyse auch über das Reglement unterhalten und da ist gerade beim Radsport einiges zu beachten. Vor allem wenn man auch an Wettkämpfen teilnimmt. Schon deshalb würde ich mir in diesem Fall unbedingt Rat suchen.

      Wettkampf ist wirklich noch einmal eine andere Nummer. Gute Unternehmen bieten aber auch entsprechend die Möglichkeit noch einmal nachzujustieren.

      Das mit den Cleats hast du richtig gelesen. Meine waren viel zu weit zum Mittelfuß hin positioniert. So war der Hauptdruckpunkt nicht unter dem Ballen sondern fast dem Mittelfuß. Überspitzt ausgedrückt – als würde ich mit Flip Flops fahren. Da rutsche ich auch immer in die Mitte und der Fuß biegt sich durch.

      Bezüglich der Daten; hier die harten Fakten:
      Schrittlänge 741mm
      Sitzhöhe 722mm
      Kurbellänge 170mm
      Sattelspitze – Tretlagermitte +7mm

      • dankeschön :-)

        habe übrigens die cleats auch schon mal nach vor geschoben. habe mich vorher nicht getraut, weil’s eh halbwegs gegangen ist, aber nachdem ich hier deinen beitrag gelesen habe… naja, die achillessehne hat bei der alten position der cleats doch sehr oft gemotzt ;-) mal sehen ;-)

        bei meinem zeitfahrrad bin ich leider noch am tüfteln. fix ist schon mal, dass ich mit dem sattel exakt 5 cm hinter dem tretlager sitze, weil ich mit den extensions wohl die 80 cm (waagrechte von ende extensions mit waagrechten [!!!] schalthebeln zur senkrechten durch die tretlagermitte) auch ausreizen werde*. und das auch nur mit säge ;-). meine weiteren daten: kurbellänge 172,5 mm; schrittlänge ca. 85 cm, sitzhöhe ca. 75 cm (tendenz eher, dass ich höher gehe). entspricht zufällig auch ca. der faustformel von schrittlänge x 0,885. nach dieser formel sitzt du sehr hoch. in einem anderen forum (z.B. http://bikeboard.at/Board/archive/index.php/t-63562.html) sitzt man auch tendenziell höher (es werden wohl aber die maße der “normalen” rennräder diskutiert), für zeitfahrräder heißt’s, dass man noch etwas höher sitzt, weil man ja auf der sattelspitze herumrutscht und daher tiefer “einsinkt”. und da ist genau mein problem derzeit: habe einen specialized sitero sattel, da sinkt man nicht so tief ein und ich habe die sitzhöhe noch nicht gefunden… aber der sattel ist schon mal vielversprechend.

        * neues uci-reglement: http://bikeboard.at/Board/The-UCIRegeln-beim-Zeitfahren-th190822

      • Dann hoffe ich mal, dass es mit der Achillessehne besser wird und sie vielleicht tatsächlich nur deshalb etwas gereizt war. Ich habe nun auch endlich mal das Gefühl, dass der Druck auf der Pedale einigermaßen stimmt.

        Ja, das mit dem Sattel ist bei meinem RR auch ganz anders. Auf dem Zeitfahrrad macht sich ein zu niedriger Sattel auch recht schnell an den Knien bemerkbar. Bin ganz glücklich so. Meist sitze ich tatsächlich sehr weit vorn und mein neuer Adamo Breakaway hat sich auch schon gelohnt. Noch einmal eine Welt zum normalen Sattel meines RR.

        Danke für die Links. Da stöbere ich mich direkt mal durch!

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